Optima e10
Optima · Elektrisch · luxury
Ab € 467.000
Die Optima e10 basiert auf einem stabilisierten Einrumpfkonzept, das seitlich von schmalen Auslegerkörpern begleitet wird; darunter entstehen Tunnel, die den Widerstand verringern und auf effizientes Verdrängerfahren statt auf Gleitfahrt zielen. Angetrieben wird das Boot von zwei Kreisel-Batteriepaketen mit je 63 kWh, die zusammen auf 120 kWh kommen, wobei die Werft wahlweise auch Kapazitäten zwischen 60 und 120 kWh anbietet. Für den Vortrieb sorgt ein einzelner 40-kW-Motor aus dem Haus Rad Propulsion, was umgerechnet etwa 54 PS entspricht. Damit erreicht das Boot eine Höchstgeschwindigkeit von 13 Knoten und schafft in Verdrängerfahrt eine Reichweite von bis zu 150 Seemeilen – Angaben, die der Hersteller im August 2026 selbst nach unten korrigiert hat. Der Rumpf entsteht im Harzinfusionsverfahren aus GFK, das Boot fällt unter die CE-Entwurfskategorie C und ist für 8 Personen zugelassen. Der genannte Preis ergibt sich aus einer Umrechnung des britischen Einstiegspreises von 400.000 Pfund.
Technische Daten
- Länge
- 10.6 m
- Breite
- 3.4 m
- Tiefgang
- 0.6 m
- Gewicht
- 3 600 kg
- Personenzahl
- 8
- Batterie
- 120 kWh
- Motorleistung
- 40 kW
- Höchstgeschwindigkeit
- 13 Knoten
- Reichweite
- 150 nm
- CE-Kategorie
- C
Antriebsvarianten
Rad Propulsion
- Leistung
- 40 kW
- Batterie
- 120 kWh · Kreisel
- Höchstgeschwindigkeit
- 13 kn
- Reichweite
- 150 nm
- Preis
- € 467.000
Korrigiert vom Hersteller am 2026-08-29 (David Kendall): Höchstgeschwindigkeit 13 Knoten, bis zu 150 nm bei Verdrängungsgeschwindigkeit — ersetzt die frühere Angabe von 200 nm @ 6 kn. Auf der Website werden HV-Batterieoptionen von 60-120 kWh gelistet; 120 kWh entspricht dem Maximum der doppelten 63 kWh Kreisel-Einheiten. Preis umgerechnet aus einem Einstiegspreis von £400.000.
Was Käufer wissen sollten
Das Effizienzargument
Innerhalb ihrer Vergleichsgruppe liefert die Optima e10 weiterhin die stärksten Kennzahlen. Wer 150 Seemeilen aus 120 kWh in Verdrängerfahrt herausholt, landet bei etwa 0,8 kWh pro Seemeile – und dass ein einziger 40-kW-Motor mit rund 54 PS das Boot auf 13 Knoten Spitze bringt, wäre bei einem klassischen Rumpf kaum denkbar. Genau hier liefert das stabilisierte Einrumpfkonzept mit den seitlichen Auslegern, was es soll: Die entstehenden Tunnel senken den Widerstand so deutlich, dass ein 10,6 Meter langes Boot mit vergleichsweise winziger Motorleistung Tempo macht, für das andere Rümpfe drei- bis viermal so viel Kraft bräuchten. Mit den Kreisel-Akkus und dem Rad-Propulsion-Antrieb stehen außerdem zwei Zulieferer im Hintergrund, denen man technisch vertrauen kann.
Nachträglich korrigierte Werte
Auffällig ist, dass der Hersteller seine ursprünglichen Marketingzahlen selbst revidiert hat: Aus den 200 Meilen, die noch auf den ersten Prototyp-Rumpf lackiert waren, wurden „bis zu 150 Seemeilen“, und aus 15 Knoten Topspeed wurden 13. In dieser Übersicht wird bewusst mit den korrigierten Zahlen gearbeitet – ein Zeichen für die Redlichkeit der Werft, zugleich aber auch eine Mahnung, Effizienzwerte zu ungewöhnlichen Rumpfformen stets als Bestfall-Szenario zu lesen.
Preisfrage und Alltagstauglichkeit
467.000 Euro sind eine Summe, wie man sie sonst von Daycruisern auf Superyacht-Tender-Niveau kennt – dabei bietet das Boot nur eine Kabine mit zwei Kojen. Zustande kommt dieser Betrag durch Umrechnung eines britischen Einstiegspreises von 400.000 Pfund; wer tatsächlich in einer anderen Währung bezahlt, sollte selbst nachrechnen. Entschärft wird die Sache immerhin durch die Maße: 3,4 Meter Breite und nur 0,6 Meter Tiefgang nehmen der Auslegerform viel von ihrer Sperrigkeit, machen die Liegeplatzsuche entspannter als es die Silhouette vermuten lässt und öffnen sogar flache Ankerbuchten, etwa an heimischen Seen oder entlang der Adria, für dieses Konzept. Ein Restrisiko bleibt dennoch: Wie sich der Wiederverkaufswert einer derart ungewöhnlichen Rumpfform langfristig entwickelt, lässt sich seriös nicht vorhersagen.
Verfasst auf Grundlage der vom Hersteller veröffentlichten Daten und des Marktumfelds, nicht aufgrund eigener Probefahrten. Bestätigen Sie alle Angaben vor dem Kauf beim Hersteller.


